Die Jakobuskirche entstand um 1220, als Gottfried von Spitzenberg Reichskanzler bei Kaiser Barbarossa war. Sie ist mit ihrem Übergangsstil zwischen Romanik und Frühgotik das älteste Baudenkmal Kuchens.

 

Im Jahr 1430 wurde die Jakobuskirche selbständige Pfarrkirche. Der einschiffige Bau wurde umgebaut, das Langhaus verlängert, die beiden Strebepfeiler an der Ostecke des Turmes und die drei romanischen Reliefs (Sonne, Teufels- und Tierkopf) eingemauert.

 

1588-89 ließ die Reichsstadt Ulm die Kirche renovieren, wobei das Innere im Renaissancestil umgestaltet wurde. Es entstanden die Empore und die bemalte Holz-Kassettendecke.

 

Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1733 vom Ulmer Steinmetz Hacker. 1876 entstand die Kanzel, die die vier Evangelisten mit ihren Symbolen zeigt. Die Bilder im Kirchenraum stellen Luther und Melanchton dar.

 

1957 wurde der Altar und das Kruzifix geschaffen und die Orgel neu gebaut. Eine kleine Glocke blieb Aus dem Jahr 1538 erhalten; die anderen wurden im Frühjahr 1952 neu eingeweiht und laden Sonntags zum Gottesdienst ein.

 

Am 27.April 2001 wurde unsere 5. Glocke in Heilbronn gegossen und hängt seit Pfingsten desselben Jahres im Glockenturm. Die 6. Glocke, gegossen am 5. Dezember 2003 in Karlsruhe, wurde von einem inzwischen verstorbenen Gemeindemitglied gespendet und hängt seit 29. Januar 2004 im Turm. Am Palmsonntag (4. April 2004) läutete sie zum ersten Mal.

Die Turmstube