
Neue(s) und Alte(s) aus dem Posaunenchor Kuchen
Vor eine schöne Aufgabe war Heike Sannwald, Chorleiterin des Posaunenchor Kuchens, am vergangenen Sonntag gestellt:
Sie hatte langjährige Mitglieder zu ehren und im gleichen Zuge viele junge Bläser in den Chor aufzunehmen. Was könnte besser zeigen, dass es um die Stimmung in einem Chor gut bestellt ist, wenn Jugendliche sich wohl fühlen bei Bläsern, die bereits auf 40 und 50 jährige Zugehörigkeit zu „ihrem“ Chor zurückblicken können und das Zusammenspiel der Generationen nicht nur in der Musik funktioniert.
Grund genug den sonntäglichen Gottesdienst zu einer kleinen „Feierstunde“ auszuweiten und unserem Herrn dankbar für diesen Anlass zu sein.
Eröffnet wurde der Gottesdienst mit dem mächtig vorgetragenen Allegro Moderato aus Händels Wassermusik.
Georg Seybold wurde für 50 Jahre Zugehörigkeit in der Posaunenarbeit geehrt. „Georg war immer und überall im ganzen Kirchenbezirk zur Stelle, wenn Not am Mann war“, wie Axel Schlecht absolut zutreffend feststellte. Dabei hat er aus seinem Einsatz kein großes Aufheben gemacht - ganz nach dem Motto von Johann Sebastian Bach: Soli Deo Gloria, was man ins schwäbische wohl so übersetzen kann: – „er war oifach do wenn man ihn gebraucht hat - zuverlässig, pünktlich und qualifiziert“, so der Laudator weiter.
Mancherlei Wege sind einem Leben beschieden. Dabei ist es wichtig, an einem festen Ankerplatz Ruhe zu finden. Für Albert Appenzeller war der Posaunenchor zum Heimathafen in der Kirchengemeinde geworden, wie es Heike Sannwald zum Ausdruck brachte und ihm für 40 Jahre des Mitspielens im Chor dankte. Zu diesem Anlass vergibt das EJW eine goldene Ehrennadel, die nun das Revers der Geehrten ziert. Außerdem erhielten sie von Pfarrer Bendler ein „Buntes Verdienstkreuz“, das in Kuchen für ehrenamtlichen Einsatz in der Kirchengemeinde verliehen wird.
In den Chor wurden gleich 7 Jungbläser aufgenommen: Samuel Mayer, Jonathan Kasper, Matthias Krupka, Philipp Nusser, Veronika Appenzeller, Juliane Meinzinger und Lukas Sannwald, die Ihr Können sogleich mit einem pfiffigen und swingend vorgetragenen neueren Kirchenlied unter Beweis stellten.
Mit einer modernen Übertragung von „Nun danket alle Gott“ des Komponisten Traugott Fünfgeld endete der Gottesdienst wie er begonnen hatte: Soli Deo Gloria – allein Gott in der Höh’ sei Ehr.


