Gottesdienst beim Waldheim Germania, 27. 09. 2009
 
 
Posaunenchor                                                          
 
 
Begrüßung                                                                Pfr. Bendler
 
 
Lied: 447, 1 – 3 + 7 Lobet den Herren, alle, die ihn ehren
 
 
Psalm 113 (Nr. 745)                                                  Diakon Plura                                     
 
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
 
 
Gebet / Stilles Gebet                                                 Diakon Plura
 
 
            Zwischenspiel: Posaunenchor          
 
 
Schriftlesung:                                                            Pfr. Bendler
 
                                                                                                         
 
 Lied: 506, 1 – 4 Wenn ich o Schöpfer deine Macht...
 
 
Predigt                                                                                   Pfr. Bendler                                                              
 
 
Lied: 265, 1 – 5 Nun singe Lob, du Christenheit
 
 
Dank- und Fürbittegebet                                           Pfr. Bendler                                                                                       Diakon Plura
 
Vaterunser
 
 
Lied: 347, 1 – 6 Ach bleib mit deiner Gnade...
 
 
Abkündigungen                                                        
 
Segen                                                                        Pfr. Bendler
 
                                                                                  Diakon Plura
 
Posaunenchor
 
 
 
Ansprache beim ökumenischen Gottesdienst beim Waldheim der Germania, Kuchen, am 27. 09. 2009             Thema: Wanderschaft
 
 
Liebe Gemeinde,
 
jetzt, im Herbst, ist für viele die schönste Jahreszeit. Die Wälder färben sich bunt. Das Wetter ist noch beständig. Die Sonne wärmt, wo sie scheint. Es ist nicht mehr so schwül. Das Licht erscheint milder. Da geht man gerne noch das eine oder andre Stündchen nach draußen. So wie heute ja auch. Überhaupt verbreitet der Herbst ein bisschen  das Gefühl: jetzt sollte man noch etwas machen. Kalt, unwirtlich wird es ja sowieso bald. Jetzt ist noch mal die Zeit zum Wandern vielleicht. Ab durch die Natur. Und am Ende wo einkehren, den Tag ausklingen lassen. Wann kann das schöner sein als jetzt?
 
Ich muss sagen: ich bin kein großer Wanderer vor dem Herrn. Oder soll ich sagen: Ich bin es nicht gewesen? Dass ich jetzt raus muss, in den Wald, dass es mich dahin zieht, kann ich immer noch nicht behaupten. Auch fehlt mir der Stolz festzustellen: zwanzig, dreißig Kilometer hast du heute hingelegt. Und mir geht der Ehrgeiz ab, diesen tollen Aussichtspunkt oder jene verfallene Ruine erreichen zu wollen. Also wegen mir müssten meine Kinder einmal nicht singen: Mein Vater war ein Wandersmann...
 
Bei einer Wanderung aber ist das anders geworden. Das war im Appenzellerland, das war in die Berge hinein. Vielleicht weil es nicht mehr das langweilige vor sich hin treten war, das ich aus einer tiefen Vergangenheit her kannte.
 
Wandern – ist kein Selbstzweck. Für Menschen früherer Zeiten war es die normale Fortbewegungsmöglichkeit. Und in der Bibel – da wird ständig gewandert. Das Wichtigste, das Entscheidendste scheint mir der Aufbruch. Im Frühtau zu Berge..., ja. Aber das meine ich nicht, sondern der Entschluss: jetzt gehst du los. Jetzt fängt deine Reise unwiderruflich an. Du verlässt deinen Ort, dein Haus, richtest deinen Blick nach vorn, nach der Fremde.
 
Es gibt ja so etwas wie einen Uraufruf zur Wanderschaft: An Abraham richtet Gott das Wort: „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.“
 
Das ist Wanderschaft ohne Rückkehrgedanke. Da treibt kein: bloß weg hier, einen Menschen, eine Familie fort. Wie mancher vielleicht auch schon sein Dorf verlassen hat, weil es ihm zu eng wurde. Und es ist nicht Fernweh, das zum Motor wird, zum Beweger. Die Absicht, Fremdes, Seltsames, die Sinne Betörendes zu sehen.
 
Gott ruft auf, ein neues Land zum Leben zu finden. Gott ermuntert, eine noch nie gesehene Welt zu betreten, damit sie zu meiner Welt wird. Gott schickt los, denn ohne eine Veränderung kann nicht das beginnen, was er wünscht. Ich zeige dir ein Land, sagt Gott zu Abraham. Und wenn es dir nicht gefällt, so kannst du auch wieder umkehren? Soll und kann ich das so verstehen. Gott macht ein Angebot. Schau es dir wenigstens einmal an?
 
Wir standen in Wasserauen. Links endeten die Gleise der Eisenbahn. Rechts ging die Seilbahn nach oben. Da soll es also hingehen, sagte ich mir. Also, schauen wir mal. Sieht gar nicht so hoch aus. Jedenfalls war es wohl keiner der großen Berge, die weiter hinten kommen sollten. Reicht ja auch. Jenseits im Tale standen ihre Zelte... unsere auch, sprich unsere Ferienwohnung am See. Bergschuhe an, Sonnencreme, Rucksack. Erst einmal zum Seealpsee. Asphaltstraße. Mittagshitze. Nicht steil aber stetig bergan. Schweißtreibend. Dort sollte es eine erste Rast geben. Nach einer Dreiviertelstunde blinkte uns das Wasser entgegen. Jetzt die Brote ausgepackt.
 
Das war geradezu dramatisch bei Elia. Steh auf und iß sagte der Engel ihm zum ersten Mal. Einen Tag lang in die Wüste war Elia gereist. Dann wollte er nicht mehr. Nicht weil es ihm zu anstrengend war. Er wollte schon vorher nicht mehr. Er war fertig mit seinem Leben. Elia wollte sich gar nicht auf Wanderschaft begeben. Er wollte sich hinlegen zum Sterben. Er wollte kein neues Land mehr sehen. Er hatte genug von dem, was Gott ihm gezeigt hatte – seine Kräfte und seine Grenzen. Er brauchte nirgendwo mehr ankommen. Und er konnte nicht mehr umkehren. Es gab kein vor und kein zurück.
 
Ist das nicht schrecklich, dieser Zustand? Solange man noch weiß: Ich will weiter, da hält einen nicht Morast, noch unwegsames Gelände, noch Hunger oder Durst. Oder muss es in diesem Fall heißen: Solange man noch Glauben hat? Solange der Auftrag: Zieh aus, noch gilt. Solange das, was Gott zeigen will, noch lockt.
 
Elia war nicht ausgewandert. Aber er hatte aus- gewandert. Hinlegen, einschlafen, tot sein, fertig.
 
Stärke dich, sagte der Engel zu zweiten Mal. Geröstetes Brot. Kühles Quellwasser. Iß viel. Denn du musst weit gehen. Du kannst hier nicht liegen bleiben. Das hat Gott nicht für dich vorgesehen.
 
Das sagt Gott – in bedrohlicher Lebenslage. Zu wem alles? Bleib nicht stecken. Häng dich nicht ab. Vergrab dich nicht in dein eigenes Grab. Dazu ist es zu früh. Du musst dir nicht Mut machen, wo ich dir Gewissheit gebe. Dein Ziel ist der Gottesberg. Dort sollst du ankommen.
 
Wir brachen auch auf, gestärkt. Unser Ziel war nicht der Gottesberg. Aber ab jetzt sollten die Wege schmal werden, steiniger. Ein paar Kühe standen im Weg, die umgangen werden mussten. Drüben lagen die schroffen Bergwände im Schatten, irgendwie bläulich. Das sah interessant aus. Und um den Gipfel des Berges weiter hinten zogen die Wolken und veränderten von Minute zu Minute ihre Gestalt. Unten aber schlängelte sich der Weg, den wir vorhin gegangen sind, ganz schmal. Dann kamen Stufen. Aus Ritzen drang Wasser. Der Gipfel war von hier aus nicht mehr zu sehen. Über den schroffen Felsen gegenüber wurde nun ein Plateau sichtbar. Die Ein- und Ausblicke änderten sich ständig. Nicht mehr nur Fußmarsch zur gesundheitlichen Betätigung war angesagt. Hier war schon die Zone „Erlebnis“ erreicht.
 
Er war gewandert, Tag und Nacht. Jakob. Er war geflohen vor dem gerechten Zorn seines Bruders. Jetzt musste er das Weite suchen. Fliehen. Unfreiwillige Wanderschaft. Wohin, wusste er nicht. Wie lange auch nicht. Wandern, so lange, bis ihn keine Menschenseele mehr fand. Er wollte nicht sterben. Ihm hatte Gott nicht gesagt: Geh. Für Jakob gab es nur ein Ziel: wenn es je ging, das Ende der Welt zu erreichen. Er schlief. Er träumte. Er sah Engel auf und absteigen. Er erwachte und war erschrocken. Ich wusste nicht, sagte er, dass Gott hier wohnt. Und er stellte den Stein auf dem er geschlafen hatte, mit anderen zu einem Altar zusammen. Nicht das Ende der Welt, die Mitte der Welt, so schien es ihm, hatte er erreicht. Welch wunderbares Land. Welch gnadenreicher Gott, der mich nicht verwirft, was ich auch getan habe, sondern der mich geradewegs dahin führt wo er wohnt. Beth-El nannte Jakob die Stätte. Haus Gottes.
 
Wahrhaftig: In den Felsen war eine Höhle eingehauen, knapp unter dem Gipfel. Und Sitzbänke waren da. Und es brannte eine Kerze in einem Halter. Und es war ein Kreuz zu sehen. Wildkirchli hieß diese Stätte. Hier haben Menschen einen kleinen Gottesdienstraum geschaffen zum Beten. Mitten im nackten Felsen. Und fünfzig Meter davor erhob sich die Steilwand senkrecht in die Höhe. Die Restauration wie ein Nest an die Wand geschmiegt. Nach oben und unten Abgrund. Gigantisch. Respekt einflößend. Unglaublich gar. Das war von unten nicht zu sehen. Das hatte ich auch nicht erwartet. Das war nicht das Wandern, das ich kannte. Zum Glück. Durch die nächste Höhle hindurch gekommen sah man schon zum Gipfel. Da war auch die Seilbahn wieder. Und oben, stellten wir fest, ist noch lange nicht oben. Es ist nur der Aussichtspunkt zum nächsten Gipfel. Und das Plateau über den schroffen Felsen lag jetzt ganz ausgebreitet. Und die Wolken um den Berg waren zu einem schmalen Streifen geronnen und lagen da wie ein weißes Band, über dem die Spitze stand.
 
Eine Weile standen wir. Mit der Seilbahn wollten wir nicht fahren, sondern absteigen. Eine andere Route. Über Wiesen. Noch einmal schweifte der Blick zurück zum Massiv. Jetzt sah die Formation noch einmal aus wie ein steinerner Pilz. An der Oberkante war es grün, vermutlich eine dort beginnende Grasebene.
 
Er sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und die Kranken zu heilen. So schickte Jesus seine Jünger in alle Lande. Ohne Gepäck, ohne festen Plan, ohne gute Ausrüstung. Nur mit einem Ziel: Dorthin zu gehen, wo Menschen sie brauchen. Wandert auf den Straßen, und ihr werdet finden, die, zu welchen ich euch sende. Und schüttelt den Staub von Euren Füßen, dort, wo ihr nicht bleiben könnt. Dann geht und sucht eine andere Stelle, einen anderen Ort auf. Es ist nicht umsonst, wohin ihr auch geht. Auch wenn ihr da und dort nicht gut ankommt. Es ist nicht umsonst. Und sie gingen hinaus und zogen von Dorf zu Dorf, predigte das Evangelium und machten gesund an allen Orten.
 
Es war nicht umsonst, diesen berg bestiegen zu haben, ganz und gar nicht. Unsere zwar nicht staubigen, aber nach und nach lahm gewordenen Füße badeten wir in dem kleinen Bächlein, das im Tal floss. Unweit von uns landeten zwei Gleitschirmflieger. Wie vom Himmel gefallen, kam es einem vor. Aber das waren sie natürlich nicht, sondern hatten die besondere Termik für ihre Flugkunst genutzt.
 
Hat wandern einen Wert? So soll und kann man, glaube ich, nicht fragen. Wandern bringt immer Veränderung mit sich. Und mit Gott zu tun bekommen, bringt Veränderung mit sich. So passt beides wohl zusammen und erklärt auch, warum in der Bibel das Motiv der Wanderschaft immer wieder auftritt. Wir können nicht stehen bleiben. Und doch sollen wir eines wissen, wovon wir uns weg begeben, wohin wir auch gehen, auf was wir auch zustreben: wir sind nicht allein. Nicht umsonst auch heißt es in dem bekanntesten Psalm, den wir haben: Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist da; dein Stecken und Stab trösten mich.
 
Amen        Psalm 113
 
Halleluja! Lobet, ihr Knechte des Herrn,
 
            lobet den Namen des Herrn!
 
 
Gelobt sei der Name des Herrn
 
            Von nun an bis in Ewigkeit!
 
 
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang
 
            Sei gelobet der Name des Herrn!
 
 
Der Herr ist hoch über alle Völker,
 
            seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist.
 
 
Wer ist wie der Herr, unser Gott
 
            Im Himmel und auf Erden?
 
 
Der oben thront in der Höhe,
 
            der herniederschaut in die Tiefe,
 
 
der den geringen aufrichtet aus dem Staube
 
            und erhöht den Armen aus dem Schmutz,
 
 
dass er ihn setze neben die Fürsten,
 
            neben die Fürsten seines Volkes;
 
 
der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt,
 
            dass sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja!
 
Eingangsgebet
 
Loben wollen wir dich, Gott, unseren Herrn,
 
der du alles geschaffen hast. Alles, was wir sehen und hören, alles, was wir fühlen und merken. Von dir kommt der Tag. Von dir kommt der Atem, der uns leben lässt. Darum können wir nicht anders, als dir Dank sagen. Du bist es, der alles erhält, so wie es dir selber gefällt. Du bist der Grund, auf den wir bauen können. An nichts lässt du es uns fehlen.
 
Du tust uns wohl! Wir danken es dir, Gott.
 
 
Unser Herr, Jesus Christus,
 
du rufst uns zu dir in dieser Stunde. Du bist unser Begleiter des Morgens und des Abends. Du gehst uns nach in der Stunde der Anfechtung und der Bedrängnis. Du trägst, was wir nicht tragen können in unserem schwachen Leben. Darum preisen wir dich. Denn du bist ein Herr, der uns liebt. Nicht verwirfst du uns, sondern du willst uns sammeln.
 
Wir bitten Dich, Herr, Christus, nimm uns auf als deine Schar
 
 
 
 
Heiliger Geist, Tröster und Mittler,
 
du bringst uns zum Glauben. Durch dich sehen wir das göttliche Licht. Du leitest uns mit deinem ewigen Wort. Auf dich, Geist der Wahrheit, dürfen wir vertrauen. Sei um uns, wo wir dich brauchen. Überwinde unseren Zweifel. Mache uns bereit, aufzubrechen, immer wieder, aus uns heraus zu gehen und den neuen Weg zu beschreiten.
 
Gott, Heiliger Geist, baue du aus uns deine heilige Kirche. Fülle dein Haus aus Menschen von überall her. Lass unser Tun und Reden geschehen in deiner Gegenwart. Wir danken dir, dass du uns führst und leitest.
 
                                                                       AmenFürbittegebet
 
Herr, unser Gott,                                           (Diakon Plura)
 
du hast es uns gegeben, dass wir mit unseren Füßen unseren Blicken folgen können. Wenn wir in diese Landschaft sehen, die Hügel und Täler und die Weite, so entdecken wir Ziele, zu denen wir oft schon gewandert sind. Wir haben die Stellen auf unseren Wegen erkundet. Sie sind durch unser Begehen zur Heimat geworden. Froh sind wir, wo wir noch so beweglich sind, wandern zu können. Auch dieser kleine Gang hierher zum Waldheim hat uns gut getan.
 
Dankbar sind wir, Herr, für alles Erwanderte, für die Erinnerung daran, für die Schritte, die wir noch selber tun können. Unser dank komme vor Dich und wir rufen Dich an:
 
                        Herr, erhöre uns
 
 
Herr unser Gott,                                                        (Pfr. Bendler)
 
auf dein Wort hin sind Menschen ausgezogen in die Fremde. Abraham ließ sich von Dir senden in das Land der Verheißung. Dein Volk wanderte vierzig Jahre durch die Wüste. Auch heute suchen Menschen dir zu begegnen, Gott, auf Pilgerreisen und biblischen Wanderwegen. Nicht nur in die Ferne müssen wir gehen. Auch in unserem Umfeld gibt es Anlässe und Gelegenheiten, auf Wegen zur Andacht zu kommen.
 
Herr, schenke es uns, dass wir uns immer neu von dir aussenden lassen. Dass wir uns auf den Weg hin zu dir begeben. Dass wir Einkehr in deinem Hause halten wohin wir auch kommen.
 
Du willst uns begegnen, wo wir uns dir nahen. Bringe uns zu dir, Gott. So rufen wir:
 
                                   Herr, erhöre uns
 
Herr, unser Gott,                                                       (Diakon Plura)
 
nicht alles Wandern ist schön. Menschen müssen auswandern, weil sie in ihrer Heimat keine Bleibe mehr haben. Sie sind verfolgt als Minderheit. Sie leiden Hunger. Sie fliehen vor Krieg. Sie werden durch die politischen Verhältnisse in ihrem Land unterdrückt oder ihr Glaube wird nicht anerkannt. Notgedrungen machen sich diese Menschen auf dem Weg und wissen nicht wohin.
 
Herr, lass uns diese Menschen nicht aus den Augen verlieren. Lass sie nicht ins Leere laufen. Mache uns bereit, ihnen Schutz und Hilfe und Heimat zu bieten. Setze ihrer erzwungenen Wanderschaft ein Ende.
 
Wir bitten Dich:
 
Herr, erhöre uns!
 
Herr, unser Gott,                                                       (Pfr. Bendler)
 
wie eine Wanderschaft, so könnten wir auch unser Leben beschreiben. Ein Wandern durch die Jahre. Ein Hineintreten und Herausgehen in jeweilige Lebenssituationen. Die einen gehen ihr erstes Jahr in die Schule, die anderen begehen ihr letztes Arbeitsjahr bevor sie in den Ruhestand gehen. Manche sind in den Stand der Ehe getreten. Und für den einen oder die andere ist eine neue Zeit des Alleinelebens angebrochen. Und wir alle wissen nicht, wann unsere Wanderschaft ein Ende haben wird.
 
Lass uns, Herr, in unserem Wandern nicht an unser Leben vorbei gehen. Lass uns an den nötigen Stellen innehalten. Wir wünschen uns, einen guten Weg gegangen sein. Sei du, unser Gott, Herr unserer Wanderschaft. Dies bitten wir dich mit den Worten:
 
                                   Herr, erhöre uns!
 
 
Und alle Bitte und allen Dank, den wir auf unserem Herzen haben, legen wir in das Gebet der ganzen Christenheit:
 
Vater unser im Himmel...
 
 

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