Kirchentag des Kirchenbezirks Geislingen
 
Freitag, 29. Juni und Samstag, 30. Juni 2012
 
 
 
„… so werden wir sein wie die Träumenden“
 
 
1977: Ein kleiner Süditaliener, aufgewachsen im Waisenhaus, folgt nach dem Tod seiner Mutter dem Vater ins fremde Deutschland. Entwurzelt und orientierungslos trifft er in der Schule für Geistigbehinderte in der Brenzstraße in Ludwigsburg auf den Lehrer Horst Tögel, mit dem er sich nicht verständigen kann. Aber er hat eine kleine Ziehharmonika mitgebracht. Horst Tögel kauft sich auch solch ein Instrument. Salvatore bringt ihm das Spielen bei, dafür lernt er bei ihm das Sprechen. Andere Schüler kommen dazu. Mit Kazoo, Mundharmonika, Ziehharmonika und Trommel erobern sie gemeinsam die Welt der Musik.
 
 
2000: Inzwischen führen Konzertreisen die 18köpfige Band in die Schweiz, nach Frankreich und in den Nahen Osten. Das hätten sie sich vor 23 Jahren nicht träumen lassen: Im Libanesischen Staatstheater in Beirut geben sie ein eineinhalbstündiges Konzert mit TV-Life-Übertragung. Im Publikum Vertreter von Regierung und die die Botschafter von Frankreich, der Schweiz und Deutschland sowie zahlreiche Familien mit ihren behinderten Kindern. Es bewahrheitet sich der prophetische Satz eines Libanesen vor der Reise: „Euer Auftritt wird ein Tabu brechen und einen Donnerschlag in der arabischen Welt auslösen!“
 
 
Ein Konzert der Brenz-Band wird nach dem Eröffnungsgottesdienst am Freitagabend die Stadtkirche füllen. Nicht nur mit Menschen, sondern mit Freude, mit Mut, mit Trotz, mit Geschichten und mit Träumen.
 
 
Der Ton, den die Brenz-Band am Freitag anstimmt, wird weiterklingen durch den Kirchentag in und um die Stadtkirche. Was ist unser Traum von Kirche und was ist unsere Realität? Was nimmt uns gefangen und was regt unseren Trotz? In Bibelarbeit, Workshops und Vorträgen wird informiert und diskutiert. So unterschiedliche Themen wie „Jugendkirche – Chance oder Sackgasse“, „alles nur geträumt – ist was, was in der Bibel steht?“, „Gerechte Welt und fairer Handel – nur ein Traum?“ und viele andere stehen zur Auswahl.
 
 
Besonders der festliche Ton wird lautstark weiterklingen. Kirchentag des Kirchenbezirks heißt: Gemeinsam feiern. Miteinander singen beim „offenen Singen neuer Lieder“. Miteinander staunen beim Musical, miteinander genießen beim Essen auf dem Kirchplatz. Und ganz besonders miteinander lachen bei Okko Herlyn und „hier stehe ich, ich kann auch anders – Kabarett aus Kirche und anderen Realsatiren“.
 
 
Wenn dann spät die Abendlieder und die Kerzen den Kirchplatz und die Herzen von Jungen und Alten füllen, dann – hoffentlich – werden auch wir sein wie die Träumenden.
 
 
 
 
 
Programm
 
 
Freitag, 29. Juni 2012                                                                                                    
 
18.00 Uhr Eröffnungs-Gottesdienst
 
Predigt: Dekanin Gerlinde Hühn: Jakobs Traum
 
Mitwirkung der Chöre des Bezirks
 
Bezirksbläser-Ensemble, Jugendliche
 
 
19.30 bis 21.00 Uhr Konzert für alle
 
Brenz-Band aus Ludwigsburg
 
 
21.00 Uhr
 
Hock auf dem Kirchplatz
 
 
Samstag, 30. Juni 2012                                                                                                 
 
6.00 Uhr Morgengebet
 
Pfarrer Martin Breitling.
 
Anschließend Frühstück:Stadtkirche
 
 
8.30 Uhr 
 
„Herr, tue meine Lippen auf …“
 
Liturgisches Morgengebet in der Tradition der Gregorianik
 
Pfarrer Klaus Hoof
 
Stadtkirche
 
 
9.00 Uhr Bibelarbeit
 
Stadtkirche
 
„… so werden wir sein wie die Träumenden“
 
Gefangen, erlöst, träumend … Psalm 126,1
 
Gefängnis-Pfarrer Hans-Ulrich Agster, Stammheim
 
 
10.00 bis 11.30 Uhr Workshops
 
 
I. Die Kirche im Dorf lassen
 
Wie ländliche Gemeinden ihre Zukunft sichern können
 
Martin Schwarz, KDA-Pfarramt Ulm
 
Schubartsaal Samariterstift Geislingen
 
Moderation: Dekanin Hühn
 
 
II. Gerechte Welt, Fairer Handel – nur ein Traum?
 
Prälaturpfarrerin Yasna Crüsemann, Dimoe Ulm
 
St. Sebastian Gemeinderaum, Sebastianstraße
 
 
III. Mein Traum von Kirche
 
Jugendkirche und Jugendgemeinde: Chance oder Sackgasse?
 
Pfarrer Hans Läpple, Althengstett
 
Anita Gröh, Landessynode
 
Stadtbücherei Geislingen
 
 
IV. Wo wir dich loben wachsen neue Lieder
 
Offenes Lingen
 
Bezirkskantor Thomas Rapp
 
Stadtkirche Geislingen
 
 
11.30 bis 14.30 Uhr Mittagessen
 
Auf dem Kirchplatz
 
 
14.30 bis 16.30 Uhr
 
Alles nur geträumt?
 
Ist alles wahr, was in der Bibel steht?
 
Vortrag Prof. Siegfried Zimmer, Ludwigsburg
 
Stadtkirche
 
 
17.00 Uhr
 
„Das Gespenst von Canterville“
 
Musical mit Schüler des Michelberg-Gymnasiums, Musikschule, Kinder-Chöre der Stadtkirche
 
Bezirkskantor Thomas rapp
 
Stadtkirche
 
 
18.30 bis 20.00 Uhr Abendessen
 
Auf dem Kirchplatz
 
 
20.00 Uhr
 
„Hier stehe ich, ich kann auch anders“
 
Kabarett aus Kirche und anderen Realsatiren
 
Okko Herlyn, Theologe und Kabarettist aus Duisburg
 
 
22.00 Uhr
 
Abend ward, bald kommt die Nacht
 
Abendliedersingen auf dem Kirchplatz
 
Axel Schlecht mit dem Bezirksbläser-Team
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Faszination der modernen Physik und die Frage nach Gott
 
Ein Streifzug vom Inneren der Atome bis an die Grenzen des Universums
 
 
Mittwoch, 9. Mai 2012, 19.15 – 21.00 Uhr; Campus Geislingen, Pa4 – UG 1, Parkstraße 4, Geislingen
 
Leitung: Prof. Dr. Thomas Schimmel, Universität Karlsruhe
 
Thema: Das Auditorium wird mitgenommen auf eine Reise von den kleinsten Welten im Inneren der Atome bis hin zu den Weiten des Universums. Lässt die Ordnung in der Schöpfung das Wirken eines Schöpfers erahnen? Zur Auseinandersetzung mit dieser Frage möchte der Vortrag einladen!
 
Studierende, Mitarbeiter und Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen!
 
 
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Lebendigen Gemeinde Geislingen statt.
 

ORGEL ROCKT
 
Am Samstag, 19. Mai 2012 beginnt um 19:00 Uhr in der Evangelischen Ulrichskirche in Süßen ein Konzert mit dem Titel „Orgel rockt“. Patrick Gläser spielt dort im Rahmen seiner „Tour 2012/13“ Themen aus Rock-, Pop- und Filmmusik auf der Kirchenorgel. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Ein Teil der Einnahmen ist für die Kirchengemeinde zur Erhaltung der Orgel bestimmt. Die Ev. Kirchengemeinde Süßen und der Förderkreis für Kirchenmusik laden recht herzlich dazu ein. Näheres unter www.orgel-rockt.de oder auf der Facebookseite „orgel.rockt“.
 

Chor GREGORIANIKA in Gingen
 
Am Sonntag, 13. Mai 2012, gastiert der Chor GREGORIANIKA um 20.00 Uhr in der Johanneskirche in Gingen. Der Chor mit gregorianischem Gesang überzeugt mit Stimmgewalt und exakter Intonation. Auf meisterhafte Art verbindet GREGORIANIKA die tiefe Mystik des Mittelalters mit heutigem Zeitgeist: neben klassischen Chorälen präsentiert der Chor auch seine beliebten Eigenkompositionen. Kartenvorverkauf beim Ev. Pfarramt Gingen. Vorverkauf 14 €, Abendkasse 16 €.
 
Näheres und Hörbeispiel unter www.weltmusik-event.de
 

 
KIRCHENMUSIK SCHAFFT BEZIEHUNGEN
 
Interview mit Reinhard Mawick, Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
 
Musik hat in der Kirche einen hohen Stellenwert. Wie sieht es zahlenmäßig aus: Wie viele Veranstaltungen gibt es jährlich in der EKD, wie viele Menschen nehmen daran teil?
 
Zahlen von 2008 zeigen Eindrucksvolles: Es gab  in den Gliedkirchen der EKD 88.000 kirchenmusikalische Veranstaltungen mit fast 7,5 Millionen Teilnehmern (inklusive Zuhörerschaft). In Kirchen- und Posaunenchören, Sing- oder Instrumentalkreisen helfen rund 480.000 Personen ehrenamtlich mit.
 
Warum kann man sich Kirche ohne Musik nicht vorstellen?
 
Weil man sie meistens mit Musik kennen lernt. Die Orgel gehört letztlich dazu wie das sprichwörtliche „Amen“ in der Kirche. Es gibt auch schöne Hoffnungs-Sprichworte, wie zum Beispiel: „Solange die Orgel noch spielt, ist die Kirche nicht aus.“ Letztlich aber ist die Kirche der Raum, in dem wir ins uns hinein- und über uns hinaus denken. Und das klingt: Mit Musik.
 
Warum fehlt andererseits die Musik, die die meisten Menschen hören, in der Kirche weitgehend?
 
Welche Musik hören denn die meisten Menschen? Ich glaube am meisten Radio und dort häufig die „Hits der 80er und 90er“ und das „Beste von heute“.
 
Meist hören sie es nebenbei als Berieselung. In der Kirche hören wir Musik als Hauptsache und dürfen mittun, indem wir mitsingen. Das passt. Leider ist singen bei vielen Menschen nicht mehr in Mode.
 
„Musik öffnet die Herzen“, sagt man. Wird sie in der Kirche als „opener“, als Lockmittel, also als Mittel zum Zweck eingesetzt?
 
Nein. Dass viele Leute auch und gerade wegen der Musik in die Kirche kommen, ist ein positiver Nebeneffekt. Manchmal wird auch extra zielgruppenspezifische Musik im Gottesdienst gemacht, Musik zum Beispiel, die besonders junge Leute mögen. Das ist in Maßen sinnvoll. Wenn man das nur macht, dann fühlen sich andere ausgeschlossen.
 
Mir geht es auch manchmal so, dass mich die wunderbaren alten Weisen und Texte für die ein oder andere dürftige Predigt entschädigen. Allerdings gibt es das – im eher selteneren Fall – auch umgekehrt.
 
Kann Musik Teil der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit sein?
 
Natürlich! Viele Menschen haben Beziehung zur Kirche über die Kirchenmusik. Sie singen in Chören mit. In den vergangenen 15 Jahren sind zum Beispiel ganz viele Gospelchöre in deutschen Kirchengemeinden entstanden und da schein kein Ende absehbar. Gospel ist übrigens eine gute Brücke zum musikalischen Massengeschmack, da die Weisen melodisch poppig und rhythmisch der Rockmusik ähnlicher sind als das Liedgut der Reformation.
 
Wie kann Musik selbst zur Verkündigung werden?Indem sie gehört, gespürt und empfunden wird. Musik erschließt Dimensionen, die das reine Wort nicht erschließt. Nicht umsonst dichtet Martin Luther in seinem berühmten Weihnachtslied über die Frohe Botschaft, das Evangelium: „… davon ich sing’n und sagen will.“
 
 
veröffentlicht am 16. August 2011
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Kirchenbezirkszeitung 2011 und Sammlung zur Woche der Diakonie
 
Die neue Ausgabe unserer Evangelischen Kirchenbezirks-Zeitung Geislingen ist erschienen. In dieser Ausgabe steht der Gottesdienst im Mittelpunkt. Sie finden dazu informative und interessante Beiträge. Auch wird über Ereignisse im Kirchenbezirk und in den Kirchengemeinden des Bezirks berichtet sowie über Jubiläen, Begegnungen, Verabschiedungen und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
 
 
Die Kirchenbezirks-Zeitung erscheint im 14. Jahr. Mit einer Auflage über 20.000 Exemplare wird sie wieder an alle evangelischen Haushalte im Kirchenbezirk Geislingen verteilt. Weitere Exemplare sind bei den Pfarrämtern erhältlich.
 
 
In Kuchen wird die Kirchenbezirks-Zeitung zusammen mit einem Faltblatt für die Sammlung zur Woche der Diakonie 2011  mit Überweisungsträger verteilt. Das Motto der Woche der Diakonie 2011 ist „Lass uns Freunde sein“.
 
 
 
 
 
 
 
 

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